Website-Kosten: einmalig und laufend getrennt rechnen
Die Frage „Was kostet eine Website?“ hat zwei Teile, die in Angeboten oft vermischt werden. Der erste ist der Bau: Konzept, Gestaltung, Programmierung, Inhalte einpflegen, Start. Den zahlen Sie einmal. Der zweite ist der Betrieb: Domain, Hosting, Updates, Sicherungen. Der kommt jedes Jahr wieder, solange die Website läuft.
Wer beim Website-Erstellen Kosten nur für den Bau vergleicht, vergleicht die Hälfte. Ein günstiger Bau mit vielen kostenpflichtigen Erweiterungen kann über drei Jahre teurer sein als ein Bau, der von Anfang an schlank geplant ist.
Was den Preis für den Website-Bau bestimmt
Den größten Einfluss hat der Umfang. Eine Website mit fünf Seiten und einem Kontaktformular ist ein anderes Projekt als eine mit dreißig Leistungsseiten, Buchungssystem und zwei Sprachen. Dazu kommt, wie viel Gestaltung neu entsteht. Ein eigenes Design nach Ihrem Logo und Ihren Farben braucht mehr Zeit als eine angepasste Vorlage.
Ein Punkt wird oft unterschätzt: die Inhalte. Liegen Texte und Fotos fertig vor, geht es schnell. Müssen sie erst entstehen, ist das eigene Arbeit, die jemand machen muss, entweder Sie oder wir. Klären Sie im Angebot, wer was liefert.
Website erstellen lassen: Kosten bei uns
Damit Sie die Punkte oben an echten Zahlen messen können, hier unsere Preise für den Bau und die Pflege:
- Eine Website mit eigenem Design kostet ab 2.900 €, typisch bis 12.000 €. Der Einstiegspreis gilt für bis 5 Seiten, eigenes Design, 2 Korrekturrunden und das Einpflegen Ihrer Inhalte.
- Eine WordPress-Website kostet ab 3.900 €, typisch bis 12.000 €. Sie liegt höher, weil wir jeden Block bearbeitbar bauen und Ihr Team einweisen, damit Sie Ihre Inhalte danach selbst pflegen.
- Ein Relaunch einer bestehenden Website kostet ab 3.900 €, typisch bis 15.000 €, mit Weiterleitungen aller alten Adressen.
- Die Wartung kostet ab 79 €, typisch bis 179 € im Monat und ist monatlich kündbar.
Die eigene Website ohne Redaktionssystem braucht später weniger Lizenzen und weniger Updates. Die WordPress-Website spart Ihnen dafür den Anruf bei uns, wenn sich ein Text ändert. Den Preis nennen wir im schriftlichen Angebot, mit Bau und laufenden Kosten getrennt.
Software: WordPress kostet nichts, Erweiterungen oft schon
WordPress selbst steht unter der GPLv2 oder einer neueren Version dieser Lizenz und kostet nichts. Viele Themes und Plugins gibt es aber in einer bezahlten Fassung, und die wird häufig als Jahreslizenz verkauft. Im WooCommerce Marketplace etwa sind Erweiterungen mit Jahrespreisen ausgezeichnet, zum Beispiel 71 Euro jährlich für Product Add-Ons oder 249 Euro jährlich für WooCommerce Subscriptions (Stand Oktober 2026).
Zehn solcher Lizenzen summieren sich. Lassen Sie sich deshalb auflisten, welche bezahlten Erweiterungen eine Website nutzt, was sie im Jahr kosten und auf wen sie laufen.
Aus eigener Erfahrung: Unsere frühere Firmen-Website lief auf WordPress mit Elementor Pro, WPBakery, Slider Revolution und Chaty Pro, also vier bezahlten Erweiterungen, zwei davon Seitenbaukästen für dieselbe Aufgabe. Beim Neubau 2026 haben wir sie durch eine schlanke Website ohne Redaktionssystem ersetzt, ganz ohne Plugin-Lizenzen und mit deutlich weniger Updates.
SSL-Zertifikat: heute meist ohne Aufpreis
Für die verschlüsselte Verbindung braucht jede Website ein Zertifikat. Let’s Encrypt stellt solche Zertifikate ohne Gebühr aus. Sie gelten 90 Tage, empfohlen wird eine Erneuerung alle 60 Tage. Das erledigt ein guter Server automatisch. Ein jährlicher Posten „SSL-Zertifikat“ im Angebot ist deshalb eine Nachfrage wert, außer es gibt einen Grund für ein bezahltes Zertifikat.
Laufende Kosten der Website
Zum Betrieb gehören mindestens die Domain und das Hosting. Wie viel Hosting kostet, hängt davon ab, was darauf läuft: Eine kleine Website braucht wenig, ein Shop mit vielen Besuchern mehr. Für WordPress lohnt sich ein Paket, das auf WordPress eingestellt ist und Sicherungen schon enthält, etwa unser WordPress-Hosting.
Dazu kommt die Pflege. System, Theme und Plugins brauchen Updates, nach jedem Update sollte jemand prüfen, ob noch alles läuft. Das können Sie selbst übernehmen oder als Wartung abgeben. Wer es weglässt, spart nur bis zum ersten Sicherheitsproblem.
Barrierefreiheit als Kostenpunkt
Für Shops und andere Angebote, über die Verbraucher Verträge schließen, verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz seit dem 28. Juni 2025 eine barrierefreie Gestaltung. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG ausgenommen. Fällt Ihr Vorhaben unter das Gesetz, gehört Barrierefreiheit ins Angebot und in die Planung, nicht in einen späteren Nachtrag.
Fünf Fragen an jedes Website-Angebot
- Welche Seiten und Funktionen sind enthalten, und was kostet jede weitere Seite?
- Wer liefert Texte und Fotos?
- Welche bezahlten Erweiterungen werden genutzt, und auf wen laufen die Lizenzen?
- Was kosten Hosting, Domain und Pflege im Jahr?
- Auf wen sind Domain und Zugänge eingetragen?
Wenn Sie ein konkretes Vorhaben haben, nennen wir Ihnen gern beide Zahlen: den Preis für den Bau und die Kosten pro Jahr. Mehr zu unseren Leistungen im Bereich Web-Design.
Quellen
- WordPress: Lizenz (GPLv2 oder neuer) wordpress.org
- Let’s Encrypt: Häufige Fragen letsencrypt.org
- WooCommerce Marketplace: Erweiterungen und Preise woocommerce.com
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: Gesetzestext mit Inkrafttreten gesetze-im-internet.de
Abgerufen im Oktober 2026. Preise und Regeln der Anbieter können sich seitdem geändert haben.