Die WooCommerce-Software kostet nichts
WooCommerce ist ein Plugin für WordPress. Im WordPress-Verzeichnis steht es kostenlos zum Download, im Oktober 2026 in Version 11.2.1 und mit über 7 Millionen aktiven Installationen. WordPress selbst steht unter der GPLv2 oder einer neueren Version, Plugins und Themes gelten nach der Lizenzseite von WordPress als davon abgeleitete Werke.
Für Sie heißt das: keine Lizenzgebühr für den Shop und keine Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter. Sie können Server, Agentur und Zahlungsanbieter wechseln, ohne den Shop neu zu bauen. Mehr dazu auf unserer Seite zu WooCommerce.
WooCommerce-Kosten für das Hosting
Bei Shopify ist der Server im Abo enthalten. Bei WooCommerce brauchen Sie ihn selbst. WordPress empfiehlt im Oktober 2026 PHP 8.3 oder neuer, MySQL 8.0 oder neuer oder MariaDB 10.11 oder neuer und eine verschlüsselte Verbindung per HTTPS.
Ein Shop braucht mehr als eine kleine Website: Warenkorb und Kasse lassen sich kaum zwischenspeichern, jede Bestellung schreibt in die Datenbank. Billiges Hosting merkt man hier zuerst. Ein Paket, das auf WordPress eingestellt ist und Sicherungen schon enthält, etwa unser WordPress-Hosting, spart später Fehlersuche.
WooCommerce-Erweiterungen mit Jahreslizenz
Der Kern von WooCommerce deckt Produkte, Warenkorb, Kasse und Bestellungen ab. Was darüber liegt, kommt meist als Erweiterung, und die meisten bezahlten Erweiterungen im WooCommerce Marketplace laufen als Jahreslizenz. Einige Beispiele, Stand Oktober 2026:
| Erweiterung | Preis pro Jahr |
|---|---|
| Shipment Tracking | 53 € |
| Product Add-Ons | 71 € |
| Gift Cards | 71 € |
| Smart Coupons | 89 € |
| WooCommerce Memberships | 178 € |
| WooCommerce Bookings | 223 € |
| WooCommerce Subscriptions | 249 € |
Rechenbeispiel: Gutscheine, Buchungen und Abos
Angenommen, ein Shop verkauft Gutscheine, nimmt Terminbuchungen an und bietet Abos. Dafür braucht er Smart Coupons, WooCommerce Bookings und WooCommerce Subscriptions. Allein diese drei Lizenzen kosten 89 € + 223 € + 249 € = 561 € im Jahr. Rechnen Sie Lizenzen deshalb als laufende Kosten, nicht als Einmalkauf, und lassen Sie sich vor dem Bau auflisten, welche Erweiterungen der Shop braucht und auf wen die Lizenzen laufen.
Gebühren für Zahlungen im Shop
WooPayments, der Zahlungsdienst von WooCommerce, verlangt keine Einrichtungsgebühr und keine Monatsgebühr. Bezahlt wird pro Zahlung, die Sätze stehen auf einer eigenen Gebührenseite. Alternativ lassen sich andere Anbieter wie Stripe oder PayPal anbinden, dann gelten deren Gebühren. Vergleichen Sie die Sätze an Ihrem eigenen Umsatz, nicht am Werbeversprechen.
Shop-Pflege: der Posten, der am meisten schwankt
WordPress, WooCommerce, das Theme und jede Erweiterung bekommen regelmäßig Updates. Nach Updates von WooCommerce sollte jemand eine Testbestellung machen, bevor ein Kunde merkt, dass die Kasse nicht mehr geht. Das können Sie selbst übernehmen oder als Wartung abgeben. Wer es dauerhaft aufschiebt, zahlt später mit einer größeren Reparatur.
Bei einem Alpakahof in der Lüneburger Heide laufen Shop und Buchung über dieselbe WordPress-Installation mit WooCommerce. Gäste wählen Tour und Termin im Kalender, können im selben Zug ein Produkt aus dem Hofladen mitnehmen und bezahlen beides in einer Kasse. Dem Team bleibt so ein einziges System zur Pflege.
WooCommerce oder Shopify?
WooCommerce ist günstiger, wenn Sie wenige bezahlte Erweiterungen brauchen, viel Umsatz haben und die Freiheit nutzen wollen, eigene Funktionen zu bauen. Shopify ist bequemer, wenn Sie sich nicht um Server und Updates kümmern wollen und mit den Tarifgebühren leben können. Beide Wege und was wir dabei übernehmen finden Sie im Bereich Online-Shop.
Quellen
- WooCommerce im WordPress-Pluginverzeichnis wordpress.org
- WooCommerce Marketplace: Erweiterungen woocommerce.com
- WooPayments woocommerce.com
- WordPress: Serveranforderungen wordpress.org
- WordPress: Lizenz (GPLv2 oder neuer) wordpress.org
Abgerufen im Oktober 2026. Preise und Regeln der Anbieter können sich seitdem geändert haben.